Lebensmittel per App einkaufen

Lebensmittel per App einkaufen

 

Missachtete Abstandsregeln, Schlange stehen, Vordrängler – Einkaufen im Supermarkt macht nicht immer Spaß. Wie verlockend klingt es da, Lebensmittel einfach per App zu bestellen und sie anschließend abzuholen oder liefern zu lassen. Welche Anbieter es gibt und wie viel sie kosten.

Besonders seit der Coronakrise kaufen Verbraucher vermehrt online ein. Laut einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom.org aus dem April 2020 hat sich die Zahl der Online-Shopper bei Lebensmitteln durch die Krise verdoppelt. Online-Supermärkte wie Rewe.de, Bringmeister.de oder Amazon Fresh profitieren: 19 Prozent der Befragten nutzten nach Ausbruch der Pandemie ihre Dienstleistungen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Bequem ist der Einkauf im Netz vor allem für Personen, die beruflich sehr eingespannt sind oder einen hektischen Alltag haben. Eine Erhebung des Statistikportals Statista.de zeigt, welche Aspekte beim Nutzen von Online-Shopping-Apps besonders geschätzt werden:

  1. Schnellerer Bestellprozess (79 Prozent der Befragten)
  2. Schnellerer Einkaufsprozess (56 Prozent)
  3. Übersichtliche Darstellung der Produkte (49 Prozent)
  4. Zugang zu exklusiven Rabatten/Angeboten (37 Prozent)
  5. Push-Nachrichten auf dem Bildschirm (20 Prozent)
  6. Individuelle Produktvorschläge (19 Prozent)

Zu den Nachteilen zählt der bei einigen Anbietern aufwendige Beschwerdeprozess per E-Mail oder Telefon. Zudem zahlt man oft Versandkosten. Diese werden erst bei einem höheren Bestellpreis von den jeweiligen Anbietern erlassen. Ein Online-Lebensmitteleinkauf ist auch nicht sehr ökologisch. Es fällt zum Teil viel Kunststoffmüll für den Schutz der Lebensmittel an – und auch die Frische ist nicht bei jedem Anbieter immer gegeben.

Handy zücken, App öffnen, Lebensmittel bestellen

Fast jeder Anbieter von Lebensmittel-Online-Shops stellt zusätzlich eine App zur Verfügung. Wer regelmäßig nur bei einem oder einigen wenigen Lieferanten bestellt, für den lohnt sich dieser Einkaufskanal. Er ist praktischer und schneller als jedes Mal per Browser einzukaufen – vor allem von unterwegs.

Einige Lieferanten bieten Zusatzservices an. So kann man mit einigen Apps Angebote sichern, einen digitalen Einkaufszettel erstellen oder kostenlose Rezepte finden. Die Lieferzeiten sind sehr unterschiedlich. Bei einem Anbieter gibt es eine „Sofortlieferung“ – nach etwa 1,5 Stunden soll der Einkauf kommen. Zudem gibt es bei diversen Händlern Wunschtermine.

Fazit: Schnelles, komfortables Einkaufen und eine große Auswahl an Produkten stehen zum Teil hohen Versandkosten und dem Verlust des Einkaufserlebnisses gegenüber. Wer aber bereit ist, mehr Geld auszugeben und auf Haptik zu verzichten, spart Zeit und womöglich die ein oder andere unangenehme Situation im Supermarkt.

Der Beitrag Lebensmittel per App einkaufen erschien zuerst auf Der Sparkasseblog.

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