Rundfunkbeitrag: Beitragsservice spart Zahlungserinnerungen ein
Wenn du zu den Menschen gehörst, die dem Beitragsservice (ehemals GEZ) keine SEPA-Lastschrift erteilt haben, hast du dich in den vergangenen Jahren vermutlich daran gewöhnt: Alle drei Monate flattert ein Brief ins Haus und erinnert dich an die bald fällige Zahlung des Rundfunkbeitrags.
Den aktuellen Brief solltest du dir aber ganz genau ansehen. Der Beitragsservice teilt darin nämlich mit, dass du künftig zu den Fälligkeitsterminen keine Zahlungsaufforderungen mehr erhalten wirst. „Auf diese Weise möchten wir Ressourcen einsparen und Verwaltungsaufwand reduzieren“, heißt es in dem Schreiben.
Ist dieses Vorgehen rechtlich erlaubt? „Der Rundfunkbeitrag ist qua Gesetz geschuldet, einer Zahlungsaufforderung bedarf es daher grundsätzlich nicht“, sagte der Beitragsservice der Hamburger Morgenpost dazu. Man schließe sich einer gängigen Praxis in anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung an.
Dauerauftrag einrichten
Wenn du die nächste vierteljährliche Zahlung nicht verpassen möchtest, hast du mehrere Möglichkeiten. Am besten ist es, wenn du einen Dauerauftrag bei deiner Sparkasse oder Bank einrichtest. So wird das Geld automatisch alle drei Monate zum fälligen Termin von deinem Konto abgebucht. Damit vermeidest du künftige Mahnungen wegen vergessener Zahlungen und hast trotzdem weiterhin die Kontrolle über die Überweisungen.
Mehr lesen: Fehler in der Überweisung – So rettest du dein Geld
Du kannst dem Beitragsservice auch eine SEPA-Lastschrift erteilen. Kritiker wie teltarif.de werfen dem Beitragsservice jedoch vor, die Umstellung offenbar zu nutzen, um mehr Haushalte zu einer Lastschrift zu drängen. Diese wird in dem Brief explizit hervorgehoben. Zudem liegt ein entsprechendes Formular bei und es gibt einen QR-Code, mit dem man die Lastschrift mit dem Smartphone erlauben kann.
Brief nur noch jährlich
Der Beitragsservice hat auf den Artikel von teltarif.de mit einer längeren Stellungnahme reagiert. Darin heißt es, dass die Änderungen die Beitragszahlende betreffen, die den Rundfunkbeitrag quartalsweise per Einzelüberweisung bezahlen. Diese würden künftig statt vier Zahlungsaufforderungen pro Jahr nur noch eine erhalten. Insgesamt 5,5 Prozent der rund 46 Millionen Beitragszahler seien demnach von der Änderung betroffen.
Wer seinen Rundfunkbeitrag nicht fristgerecht überweist, werde auch weiterhin schriftlich daran erinnert. Wenn auch nach der Erinnerung beim Beitragsservice kein Geld eingehe, folge ein Beitragsbescheid. Den Vorwurf, man wolle die Kunden zum SEPA-Mandat drängen, wies der Beitragsservice zurück. Er betonte aber erneut ausführlich die Vorteile.
Erinnerung an Rundfunkbeitrag
Wenn du weder Dauerauftrag noch Lastschrift möchtest, hilft alles nichts und du musst regelmäßig selbst an den fälligen Beitrag denken. Um das zu erleichtern, empfiehlt sich zum Beispiel ein fortlaufender Kalendereintrag im Smartphone.
Die bisherigen Termine ändern sich nicht. Du musst den Rundfunkbeitrag also weiterhin zur Mitte des dreimonatigen Zeitraums bezahlen – also jeweils am 15. Februar, Mai, August und November.
Die letzte Änderung beim Rundfunkbeitrag ist noch gar nicht so lange her. Im vergangenen Jahr wurde der Beitrag von 17,50 Euro auf 18,36 Euro monatlich erhöht. Es werden also alle drei Monate 55,08 Euro fällig.
Schreibe einen Kommentar